Prolog

Wie viele Seiten müssen geschrieben werden, um zwei Stunden zu füllen? Falsche Frage. Wie ist es für den fremden Leser möglich, nachvollziehen zu können, was in einem anderen Kopf so vorgeht? Schon besser. Wer will das wissen? Keine Ahnung. Habt ihr eine Vorstellung davon, was einem im Kopf rumschwirrt, wenn man zwei Stunden läuft? Bis vier Stunden kann ich liefern. Alles darüber hinaus ist auch für mich noch ein Geheimnis. 100 Kilometer, rund zehn Stunden laufen. Was denkt man da? Denkt man überhaupt noch? Ist das dann schon eine neue Dimension oder ist Denken dann irrelevant?

Ja, Denken ist wichtig. Vor-, nach-, um- und weiter-, Hauptsache Denken. Geistige Schlamperei macht mich rasend. Schablonen auflegen auch. Obwohl…Techniken sind auch eine Art Schablonen im Geiste. Kreativtechniken zum Beispiel. Gut, ich ziehe zurück. Es sind nicht die Schablonen. Es sind die Klischees. Frische Luft muss ran. Ideen wollen spazieren gehen. Also befreien wir sie, wo auch immer eine Tür zu viel verschlossen ist.

Improvisation zum Thema Du bist die Kunst.
Du bist die Kunst. Ausstellung in der Meissner Albrechtsburg

Veröffentlicht von

Rosa Hauch

geboren 1963 in Ueckermünde und in manchen Dingen auch fischköppig geblieben, zwei Kinder, in Lebensgemeinschaft lebend, Journalistin, Dozentin Erwachsenenbildung, Diplomökonomin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.