Schneeflöckchen – das Alternativprogramm zu guten Vorsätzen

Hallo 2016. Ich bin da. Es kann losgehen. Trotz Weihnachtsvorbereitungen sind im Dezember 109 km auf die Uhr gekommen und im Januar hat die App wenigstens 80 Kilometer gezählt. Alles gut. Kein Feiertagsspeck, keine Zipperlein. Das Projekt 2016 kann starten.

Im vergangenen Jahr war der Schneeglöckchenlauf in Ortrand mein erster Wettkampf. 2016 beginnt mit dem Wintermarathon in Leipzig.

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Irmgard, Conny, Rosa – Team Rico als Abkürzung unserer Vornamen

Am dritten Samstag des Januars laufen drei Menschen zusammen einen Marathon.

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Startschuss

Zusammen heißt zusammen und ist ernst gemeint. Nach jeder 5km-Runde überqueren die Drei gemeinsam die Zeitmessung. Der Letzte zählt.

Um ein Team zu finden, gibt es die Online-Börse. Jeder Interessent schreibt sich und seine Zielzeit ein. Alles andere fügt sich. So kam es, dass ich mit Irmgard und Conny an den Start gehe. Wir finden uns sofort und auch sympathisch und schon geht’s los. Wir hatten uns auf eine Zeit von 4:30 h geeinigt. Conny war im Flow. Wenn sie schneller lief, hat sie auf Irmgard und mich gewartet. Das war okay für sie.

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Noch 7 km

Nach jeder Runde gabs Tee, Wasser oder was jeder so brauchte und schon warteten die nächsten 5. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich. Asphalt, Sandboden, Schlick und Blättermatsch und wieder Asphalt. Immer nach 2,5 km gabs Musik auf die Ohren. Bei minus 1,5 Grad standen die Musiker eisern an der Läufer Seite. Klasse Motivationsschub bevor es über die Brücke Richtung Deich ging. Danach gibs in den Waldmatsch, auf die Straße und schon waren wir wieder an Start und Ziel. Die ersten vier Runden waren schnell gelaufen. Die zweiten sind anstrengender, die letzte kleine Runde sehr anstrengend. Doch Team ist Team. Da machste keine Gehpause. Auf der letzten Runde bedankt sich Irmgard bei den Musikern und allen Streckenposten. Ihre Stimme ist überhaupt nicht geschafft. Im Gegenteil. Auf den letzten zwei Kilometern fängt sie das Erzählen an. Etwa fünf Minuten vor Schluss ihr Geständnis. „Ich laufe sonst auch Ultras. Hab das nur nicht vorher gesagt …“ Das kleine Konditionsmonster ist 64 Jahre alt und läuft und läuft und läuft seit 35 Jahren. Respekt. Ich bin glücklich und geschafft im Ziel und hab mit Irmgard ein neues Vorbild.

Das Schneeflöckchen am hellblauen Band ist die Medaille. Unsere Teamzeit beträgt 4 Stunden 23 Minuten 59 Sekunden.

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83 Team hatten insgesamt gemeldet, so der Veranstalter auf Wintermarathon.de. Irmgard, Conny und ich haben Platz 62 belegt. Sie haben mich in ihre Mitte genommen. Tolles Gefühl. Fair, anspornend, sportlich vom Startschuss bis zur Ziellinie. Ich bin froh, die beiden nicht enttäuscht zu haben und 42 km Schulter an Schulter zu laufen, fetzt.

Von dem Kompliment „ohne euch wäre ich sicher langsamer gelaufen“, wollte Irmgard nichts hören. „Schließlich haben wir Dich nicht getragen. Laufen musste schon selbst.“

Wenn ich jetzt bis April in jeder Woche einen langen Lauf, also mehr als 25 km absolviere, sollte es in Boston ein super Marathon werden.

Auf geht´s.

29. Etappe: Vom Phänomen der Gruppendynamik

Hella Halbmarathon vor ein paar Jahren in Hamburg. Die dortige Stadtreinigung hat mich fasziniert. Nach dem vorabendlichen Schlager-Move konnte nur wenige Stunden später Skater und Läufer auf die Strecke, auf der noch am Abend die Leute knöcheltief in zersprungenen Flaschen, allerlei Pizzakartons und sonstigem Zivilisationsmüll standen. Es geht. Das sei die Botschaft und genug der Vorrede.

Episode 1: Der Startschuss fällt und wir laufen los. Irgendwann führt der Kurs durch einen Tunnel. Auf einmal beginnt jemand im Starterfeld zu klatschen. Viele nehmen das Signal auf. La ola in der Unterführung. Eine unvergessliche Dynamik entsteht. Den Sound behältst Du im Ohr.

Immer, wenn ich irgendwo durchlaufe, unter einer Brücke, durch einen Tunnel, dieser Sound ist bei mir, mit oder ohne Wettkampf.

Episode 2:Trainingsrunde rund um den Großen Garten im vergangenen Sommer. Parallel läuft ein Fahrradrennen. Auf der Allee kommen sie mir entgegen, die Ritter der Pedalen und ich klatsche ihnen entgegen. Respekt. Manche bemerken es, manche wundern sich, einige lächeln. Obschon sie so schnell fahren, das spürt man. Und diese Begegnung kann noch mehr. Es entwickelt sich eine Welle der Empathie. Es ist eine ganz bestimmte Energie, die, wenn Du sie gibst, mehrfach zurückkommt. Ich will rund 20 Kilometer laufen, die Radler fahren runde 60. In der zweiten Runde  treffen wir uns fast an der gleichen Stelle wieder. Gleiches Spiel, mit viel mehr Dialog. In der dritten Runde bekomme ich auch Respektsbekundungen. „Hey, Du bist ja schon wieder hier oder immer noch…“ wir haben Spaß, sind schon müde von der Distanz und machen weiter.

Episode 3:Fahrradfest, Ankunft auf dem Theaterplatz. Viele warten auf ihre Radler. Ich auch. Drei Varianten des Wartens habe ich ausprobiert. Variante 1. Während des Wartens alle möglichen Kanäle auf dem Handy checken. Beliebigkeit stellt sich ein. Das geht schließlich auch auf dem Klo. Variante 2. Angestrengt in die Menge schauen und die eigenen Leute suchen. Wann kommen die denn? Ist doch längst Zeit? Dauert das lange. Langeweile stellt sich ein. Variante 3. Wirklich mal hinschauen, was passiert. Jeder Fahrer, der reinkommt, hat einen suchenden Blick. Wo sind meine Leute? Jeder Wartende, der seinen Fahrer sieht, freut sich, als würde er einen Olympiasieger begrüßen. Medaillenzeigen auf der einen Seite, Fotomachen auf der anderen. Strahlende Augen, dreckige Beine, leere Vorratsflaschen, volle Herzen, nahezu überlaufend vor Glück. Bei Männern und Frauen, Kindern und Freunden. Schau hin. Im nu bist Du dabei, freust Dich mit, Tränen rinnen, alles wird warm, die Zeit ist egal und irgendwann kommen auch Deine Leute. Was für ein Fest.

Episode 4:Demonstration. Ich bin kein Demo-Profi. Diesmal muss es sein. Ich gehöre auch zu jenen, die Pegida für eine Momentaufnahme der Geschichte hielten. Das vertanzt sich. Von wegen. Im Zug der Studenten fühle ich mich wohl. Unter der Brücke denke ich an Hamburg. Am Rathaus wird klar, dass es viele sind. Der Zug zieht sich rund zwei Kilometer lang. Das sieht man, weil es um die Kurve geht. Zum Glück. Viele. Die Atmosphäre ist entspannt. Noch ist es hell. Dabei sein und gemeinsam dagegen sein, fühlt sich besser an als Nachrichten lesen oder hören. Danach ist mir immer schlecht. Das kann ich nicht gebrauchen. Wer soll denn da noch aufstehen und was Konstruktives machen können? Als es dunkel wird und wir sechs Polizisten aus NRW gegenüberstehen und die Pegida-Anhänger auf ihren Versammlungsplatz gehen, rufe ich auch „Schämt euch.“ Viele rufen das. Es klingt anders als wenn man es zu Hause alleine sagt nach der Nachrichtenlektüre. „Schämt euch. Schämt euch. Schämt euch.“ Ich meine das erst und wie. Und welche Resonanz die Worte in mir bekommen, weil sie viele schreien. Da steigt etwas auf, vergleichbar mit dem Gefühl im Hamburger Tunnel. Ich hätt schon Bock, den Spaziergängern die Wortbeiträge zu zerschreien. Wir sind doch viele. Wirklich Angst habe ich vor der möglichen Gewalt und schere aus als sich der Zug plötzlich neu formiert und gen Pegida läuft. Die sechs Polizisten aus NRW haben keine Chance. Kurz vorher wurde hinter mir gemurmelt: “Guck mal, nur sechs Polizisten. Die denken auch, hier ist der Studentenzug und die sind friedlich.“

Wenn viele da sind, verschwinden Grenzen, entstehen Kräfte, entwickelt sich etwas, was nur hier entstehen kann.

Lasst uns keine Maulhelden sein.

28. Etappe: Happy Birthday, Jim

Jim Tornes hat heute seinen 85. Jubeltag. Er wohnt in Columbus, Ohio und ganz bestimmt wird er morgen auch den Partnerstadt-Stammtisch besuchen.  Facebook kündigt es an. Dresden Sister City, Inc. shared their event. Auf dem Foto hat Jim das Shirt von der Laufszene Sachsen an. Screenshot 2015-10-12 19.14.18

Ich freu mich, dass er das ausgewählt hat. Klar finde ich´s cool, dass die ganze Welt mein Geschenk sehen kann und dass Jim das auch cool findet. Aber, ich weiß noch was. Ich habe seine Shirt-Sammlung gesehen. Myriaden von Laufshirts aus den unterschiedlichsten Regionen. Zu jedem wäre eine Geschichte fällig.

Jim ist 50 Marathons gelaufen. Die Kurzstreckenanzahl kennt er wahrscheinlich selbst nicht mehr. Seine möglicherweise letzte, zeitregistrierte Strecke ist er 2012 beim Dresden Marathon gelaufen. columbusläufer

Denn danach hat er mir seinen Chip geschenkt.

Der Marathon-Senior überreichte mir seinen Chip für die Zeitmessung, den er selbst seit dem 2000er New York Marathon immer am Schuh hatte. Der transkontinentale Generationen-Staffelstab-Zeitmess-Chip. Feierlicher geht’s nicht, nicht für Läufer.

Und nicht in dieser Konstellation. Denn ausgerechnet der 2012er Herbst-Marathon war für mich ein Desaster. DNF. Did not finished. Wegen Knieproblemen, Krämpfen und Geht-Nichts-Mehr.

Erst solch ein Mist und dann solch ein Geschenk.

Dafür sind Freunde da. Danke Jim. Auf ein langes Leben.

 

22. Etappe: Vom Königsufer über New York nach Boston

kilometer„Wenn ihr alle nicht mehr da seid, fang ich eben das Laufen an.“ Als ich das vor etwa acht Jahren zu meiner Tochter sagte, stand für sie fest, dass sie nach Heringsdorf geht. Damit war Schluss mit dem Gewusel daheim. Beide Kinder und ihre Freunde, die regelmäßig zu Gast, zu Schlafgast oder irgendwie immer da waren, waren flügge.

Dann wirds leise im Haus. Und nun? Zum Abtrainieren der Großen-Topf-Kocherei, der Hausaufgaben, Jahresarbeiten, Bastelstunden, Kannste-ma-Schreiben-Einheiten ging die Muddi ihre Einheiten trainieren.

Das erste böse Erwachen kam beim Herz-Kreislauf-Lauf am Königsufer. Pissige     3 Kilometer und der Atem war weg. Völlig außer Puste pustete ich mich über die Ziellinie nach einer gefühlten Ewigkeit. Wie peinlich ist das denn? Große Klappe, nix dahinter.

Wie wenig von einstiger Leistungsfähigkeit übrig war. Sesselpupser war ich nie. Immer in Bewegung, immer auf Achse. Nee, nich was ihr jetzt denkt – Midlifecrises-Überschwer. Mein Gewicht lag bei 49 Kilogramm. Denn eitel isse auch noch.

Die Trainingsstrecken waren mir anfangs egal. Hauptsache laufen. Da das Büro der Laufszene in meinem Viertel liegt, hat Günni mich manchmal angesprochen, wenn wir uns zufällig trafen. Obs mir nicht langweilig wäre, hier zu Laufen. „Nö, ich will ja nicht Sightseeing machen. Ich will nur Laufen.“ Das hat sich inzwischen auch geändert. Aber der Reihe nach.

Wirklich richtig Klasse war das Gefühl, 10 Kilometer unter einer Stunde gelaufen zu sein. Dafür bin ich vor der Arbeit oder danach und irgendwie immer auf der Piste gewesen. Die ersten Laufklamotten gabs von denen, die eigentlich mal mit Kaffee begonnen haben. Die ersten Schuhe hat mir der Laufladen angepasst. Regulär trag ich 36. Eine 39 wurde mir freundlich präsentiert. Aha. So geht das also. Laufbandanalyse, gute Ratschläge, Socken und tschüss. „Übertreibs nicht“, ruft sie mir nach.

Von wegen. Gleich ab in den Großen Garten. Das erste mal richtig teure Schuhe. Jetzt aber Hackengas. Ich dacht, ich fliege … und kriege Blasen. Ab mit dieser Erfahrung in die Sparbüchse „Lehrgeld“.

Dann kommt der erste Halbmarathon in Dresden. Wenns nix wird, halten sich die Spesen wenigstens in Grenzen. 2 Stunden 11 Minuten. Im Ziel große Klappe, Fluppe, Glas Bleifrei.

Unter der Rubrik, „Dann kannstes ja auch richtig machen“ begann ab da das Marathontraining. Aus erwähnten Gründen war auch das ein Heimspiel beim Oberelbe-Marathon. Bei Kilometer 28 hatte sich die Familie versammelt. So richtig wollten sie es immer noch nicht glauben. Ich blieb mit 4:29 unter den gewünschten 4:30. Der Mann mit dem Ballon hat mich ins Ziel gerettet. Die Kinder schenken mir dort ein extra bedrucktes Shirt. Das ziehe ich heute noch gerne nach den Läufen an. I finished … vorne und hinten die Kilometerzahl. Es gab Blümchen, Küsschen, Tränen, Kaffee und Kuchen und ne Sportmassage vom Filius. Das war 2011.

Den Rat einer Marathonläuferin, ein paar Wochen vor dem Start keinen Alkohol zu trinken, hab ich ausgebaut. Den hab ich komplett vom Ernährungsplan gestrichen.

Bei den Zigaretten hats zwei Jahre länger gedauert. Der einzig wahre Grund für mich, Nichtraucher zu werden, war der Wunsch, in New York zu finishen. Lange Reisezeiten, lange Wartezeiten und Null Tolerenz im Läuferdorf sind handfeste Gründe, die Glimmstengel wegzulassen.

Und wie sich das gelohnt hat. Meinen 50. Geburtstag werd ich nie vergessen. Wenn Frank Sinatra´s New York New York am Start eingespielt wird, gibts ein innerliches Feuerwerk ohne Vergleiche. Du passierst die Verrazano Bridge und denkst, Du bist im Film. Der besteht aus Millionenfachem Highfive, Livemusik, Flaggen, lachenden Gesichtern, Straßen, Trinken, Gels, Park und Ziellinie mit Dir in der Hauptrolle. It´s not real but real.

Berlin war super, Frankfurt mit Bestzeit, Spreewaldmarathon ganz leise, Himmelswege mit der spektakulärsten Medaille, es gibt auf dem Marathonpfad viele Superlative. Und jetzt Boston. Sechs Jahre nach meinem ersten Marathon folgt der älteste. Die Muddi bei der Mutter aller Marathons.

Auf gehts Muddis und Mädels, wir sehn uns.

 

 

19. Etappe: Ideen für einen noch schöneren Himmelswegelauf

Als begeisterte Hobbyläuferin hatte ich mir den Himmelswegelauf wegen der Medaille ausgesucht. Die Himmelsscheibe ist ohne Zweifel die weitundbreit schönste Medaille, die sich ein Laie national erlaufen kann. Die Flyer zum Lauf lagen beim OberelbeMarathon in Dresden aus und auch in Frankfurt zur Laufmesse, dort zusätzlich mit einem Frühbucherrabatt versehen. Jetzt gab es also wirklich keinen Grund mehr, das Vorhaben zu verschieben. Gesagt getan und gefeiert.
Da der Himmelswegelauf auf vielen relevanten Veranstaltungen für die Läuferszene beworben wird, schließe ich daraus, dass die Veranstalter nichts dagegen hätten, wenn sich in jedem Jahr mehr Läufer für die Himmelswege begeistern könnten. Doch warum findet der Lauf in der Stadt Naumburg werblich überhaupt nicht statt? In jedem Schaufenster wird für das Kirschfest geworben. Keine Spur vom Marathon. Auch die kürzeren Läufe oder die Jedermann-Radtour werden an keiner Stelle erwähnt. Das ist sehr schade.
In Naumburg gibt es gewiss Sportler, Personaltrainer, Fitnesstempel, die sich an der Aktion beteiligen könnten. Gaststätten könnten ein Marathon-Menü anbieten. In Berlin hab ich ein solches an den Hackeschen Märkten genossen. Am Ende war es doch auch nichts anderes als eine lecker angerichtete Pasta-Schüssel. Doch was soll´s? Der Spaß war da. Die Tische waren voll. Die Läufer haben sich angenommen gefühlt. So etwas klappt doch nicht nur in der Hauptstadt?

Auf dem Naumburger Marktplatz stattdessen bedurfte es Diskussionen mit der Toilettenfrau, damit Läufer vor dem Lauf ihrer Aufregung gratis freien Lauf lassen durften. In der Stadt selbst schien niemand zu wissen, dass es einen wirklich reizvollen Landschaftslauf gibt, den nicht nur Naumburger Läufer absolvieren.
Apropos Läufer: Die Gespräche am Start drehten sich natürlich auch um die Strecke und ihr Profil. Das ist das wohl am besten behütetste Geheimnis. Die einen fanden es spannend, auf eine unbekannte Piste zu gehen, andere hätten doch gerne etwas gewusst. Ich auch. Erlebt habe ich dann 30 sanfte und 12 heftige Kilometer. Während beim vergleichbaren Oberelbemarathon (OEM) die ersten 10 Kilometer die meisten Höhenmeter haben, sind es bei den Himmelswegen die letzten 12, die es in sich haben. Über die Lauf-App hab ich insgesamt etwa 300 Höhenmeter registriert.
Versorgt wurden wir an der Strecke sehr professionell und fürsorglich. Dafür allen Helfern ein ganz großes Dankeschön. Auf der Shuttle-Rückfahrt von der Arche nach Naumburg verwunderte mich allerdings ein Einheimischer mit den Worten: “Wir haben es hier gerne sehr ruhig. Mehr Menschen sollten gar nicht kommen.“ Wirklich nicht?
Das wäre schade. Denn gerade die Geschichte rund um die Himmelsscheibe macht den Lauf zu einem Kompletterlebnis für Kopf und Körper.
Da gibt’s noch ganz viel Potential.

18. Etappe: Regen, Donnergrollen, Sonnenschein und Freudentränen

Ein Marathonresümee
Die Himmelswege haben es in sich. Dürfen sie auch. Sind ja schließlich keine Trampelpfade ins Nevernever.

Himmelswege sind schnell, steil, mystisch, droidisch.
Marathontourismus hat auch immer eine Heimatkundekomponente. Einmal am Park von Turnvater Jahn vorbei, dem Rotkäppchen am Wegesrand winken, Mohnblumenfelder bestaunen und vor den Künsten der Vorfahren auf die Knie gehen. Freiwillig und aus tiefster Überzeugung.
Das Sonnenobservatorium in Gosek ist solch ein Ort. Menschenleer. Ringförmig in den Boden gehauene Holzpfähle im Doppelkreis, in der Mitte eine Metallplatte mit Pfeilen. Sie zeigen auf die Aussparungen der Palisaden. Sonnenaufgang, SonnenuntePalisadenrgang, jeweils zur Sommer- und Wintersonnenwensonnenaufgangde. Vor 7.000 Jahren haben die Menschen besser beobachten können als wir heute.

Und sie hatten viel mehr Geduld. Hinschauen, begreifen, interpretieren, dokumentieren. Fertig. Ein droidischer Ort. Und ein guter Anfang zur Einstimmung auf den Lauf am nächsten Tag.
Die Startunterlagen gibt’s an diesem Freitag ab 16.00 Uhr in der Arche Nebra. Es bleibt noch Zeit für einen Museums-Kaffee und den Film im Planetarium. Gespielt wird immer, auch bei nur vier Zuschauern. Da ist sie, die Himmelsscheibe. Zum Greifen nah und zum Begreifen die Geschichte der Plejaden dazu. Es sind sieben Sterne, wie praktisch. Aller sechs Kilometer wird mir also ein frischer Stern zur Seite stehen können. Ich werde nicht allein sein. Sehr gut.
Doch am Start auf dem Marktplatz von Naumburg hätte ich das fast vergessen. Die Starter sammeln sich so langsam. Ein Wahnsinnsshirt-mit-Mann-drin-nach-dem-anderen. Zermatt und so. Rathaus
Ich halte mit dem Silvesterlaufshirt von Werl nach Soest dagegen. Es ist das einzig weiße Laufshirt in meiner Sammlung. Der Wetterbericht hat Hitze versprochen. Da schien es mir angemessen. Die Veranstalter hatte auch ein kostenloses Downgrade ob der Witterungsbedingungen angeboten.

Ich bin doch kein Mädchen.vor dem Start
Scheinbar aber doch. Die Muskelmänner haben mir Respekt eingeflößt. Der Magen spielt verrückt. Bloß nicht Letzte werden. Das wär so elend in einem überschaubaren Starterfeld von gerademal knapp 100 Läufern.
StartDie Drohne über dem Zielbogen schaut in mein ängstliches Gesicht. Es geht los.

Nach drei Kilometern waren auch die komischen Gedanken weg. Zwischen Kilometer 5 und 11 lief ich mit einem Herren, der schon 77 Marathons auf der Uhr hatte. Er wollte unter vier Stunden bleiben. Wir wechselten uns in der Führungsarbeit ab. Jeder durfte mal den Gegenwind schnuppern.

Etwa bei Kilometer 12 rollte ein Läufer im Ganzkörperkondom heCatsuiteran.

Er war der einzig Kostümierte. Weißer Hut, schwarz-weißes Dress. Unaufgeregt zügig ging´s an uns vorbei. Der 77er wollte mit und nicht mit der Mutti laufen. Tschüss dann. Wir sahen uns noch öfter.

Bei Kilometer 15 bis 17 lief ich mit drei jungen Leuten. Auch sie zogen irgendwann ab. Es regnete und donnerte unterwegs. Hoffentlich wird wegen des Gewitters nicht abgebrochen. Es wurde nicht.
Etwas später kam auch die Sonne vor und gab alles. Bis Kilometer 30 hatte ich mit 02:48 die für mich beste Zeit erreicht. Die Blasen waren inzwischen aufgegangen und taten nicht mehr so weh. Das war das Risiko. Nagelneue Einlagen tragen, um das Knie zu retten und Blasen riskieren oder keine Blasen und eventuell ein kaputtes Knie. Da das länger brauchen würde, um zu heilen, fiel die Entscheidung pro Blase aus. Fünf Plejaden hatte ich mit einer schwungvollen Armbewegung schon wieder gen Himmel geschickt. Die letzten beiden hatten die schwerste Arbeit.
Nachdem die Landschaft uns Läufer wahrhaft verwöhnt hatte, gab´s auf den letzten 12 Kilometern den Weinbergbonus. Schotterwege, Treppchen, ordentlich Profil. Hier traf ich auch die drei Studenten wieder, gehend.
Die gemessenen rund 300 Höhenmeter verteilten sich aufs letzte Viertel und speziell auf den Zielberg zur Arche. Gefühlte 8 Prozent bis zum Olymp.
An dessen Fuße der Zermatte, ermattet, gehend. Es ist nicht alles wie es scheint.
Jetzt strahle ich mit der Himmelsscheibe um die Wette. Dafür, dass man laut Veranstalter Waldemar Cierpinski hier keine Bestzeiten laufen kann, fühle ich mich mit nur acht Minuten drüber richtig gut.
Nach sechs Stunden schließt der Marathon. Reichlich fünfeinhalb sind schon verstrichen. Noch immer keine Spur von den sympathischen Berlinern, die kurzentschlossen am Morgen nachgemeldet hatten. Sie erklimmen den Berg, als wir schon auf dem Rückweg zum Shuttle sind. Cool. Doch noch geschafft.

Ich heule, weil es so schön ist, weil das Adrenalin dafür sorgt und weil mal alles gut wird.urkunde
Gute Ideen für den Lauf hab ich auch noch. Doch dazu später.

Der Himmel ist eine Scheibe.

17. Etappe: Kein Team. Keine Challenge. Ein Perspektivwechsel.

7. Rewe Team-Challenge. Ob die „7“ Glück bringt? Fakt ist, es ist meine erste Challenge als Zuschauer. Kein Team. Keine Challenge. Noch so ein Ding, was ich üben muss. Die Therapie dafür heißt paradoxe Intervention. Ich geh zum Jubeln hin.

Und, gar nicht paradox, es hat geholfen. Siggi, der Punkt geht an Dich.

Fünf Kilometer haben es in sich. Die einen sind im Ziel noch gar nicht richtig warm, die anderen kurz vorm Zusammenbruch. Verbissene Gesichter, lachende Gesichter, winkende Menschen, hyperkonzentrierte Menschen, die erst kurz vorm Stadioneinlauf die Ohrstöpsel entfernen. Bei manchen sitzt der Schweinehund nahezu sichtbar auf den Schultern, andere sind stolz. Läuft.

Führungsfahrzeug
Führungsfahrzeug

Läuft sehr inspirierend bei der Diakonie. Als acht Menschen im blauen Shirt Richtung Stadion laufen, haben sie eine unglaublich starke Ausstrahlung. Sie lachen, sie wirken stolz. Sie gehören zusammen und zeigen das auch. Auf dem Rücken hat jeder einen großen Buchstaben der DIAKONIE. Sie tragen ihr Kreuz gemeinsam. Hammer. Keine Ahnung, wie oft sie sich im Alltag streiten und ob einer den anderen lieber von hinten sieht. Nicht in diesem Moment. Und wenn es so wäre, kommt der Moment beim nächsten Mal genau diesen Moment später. Team-Challenge.

Auch die Infinions haben mich beeindruckt. Im grünen Reinraum-Rennoutfit sind bis auf einen Läufer alle in der 28. Minute in einer grünen Wolke über den Zielstrich gelaufen. Das sind keine Turnbeutelvergesser, diese Turnbeutelläufer. Das ist ein Team. Zumindest haben sie das für die Zuschauer präsentiert. Apropos Reinraum, man kann ja nie reinschaun, was die Leute sonst noch bewegt. Doch es ist bewegend, wenn die Schnellen auf die Langsameren warten, um gemeinsam einzulaufen.

Das hab ich als Zuschauer von der Jubeltruppe so das erste Mal erleben dürfen. Und ich habe die gesehen, die ich für mein Team hielt. Jeder für sich und alle im Run um die Bestzeiten. Die Diskussionen am nächsten Tag, wer war wie schnell, waren wichtiger, sind wohl immer noch wichtiges Teamerlebnis.

Challenge accept.

15. Etappe: Mein erstes Mal

Wie immer am Wettkampftag fällt das Aufstehen leichter als sonst. Der Wecker hub gerade an, etwas sagen wollen, schon springe ich auf. Der Lauf in den Frühling soll es werden. Und diesmal möchte ich nicht die Letzte sein.

Vor genau einem Jahr bin ich eine Stunde lang als Allerletzte vor dem Besenfahrrad daher gelaufen. Hab mich bei jedem Streckenposten extra bedankt und quasi damit entschuldigt, dass das Mittagessen kalt wurde. Die wollten alle längst zuhause sein, glaub ich. Im Zielbereich wurde schon gepackt. Allerdings war auch nirgends in den Ausschreibungsunterlagen zu lesen, dass es eine Mindestzielzeit gibt. Am Ende waren es zwei Stunden und fünf Minuten. Mit einer solchen Halbmarathonzeit kommen viele rein. Doch in Freital sind die meisten Starter Mitglied in einem Sportclub und also schneller unterwegs als reine Hobbysportler.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, auch beim Laufen.
Die Enttäuschungstränen waren am Mutti-Tag-Morgen also wieder präsent. Nicht Letzte werden, war die Parole. Ich wollte die Revanche am Rabenauer Grund. Die Weißeritz ist mein Zeuge.
Das Nachmeldungsprocedere war auf jeden Fall schon mal professioneller. Jeder bekam eine ordentliche Startnummer und kein handgeschriebenes Wurstblatt. Super. Das stimmt schon mal. Doch wie komme ich jetzt vom Toi-Modus in den Freu-Modus? Zum x-ten Mal verschwinde ich im dunklen Gang mit dem Lokomotivwandgemälde des Einkaufszentrums.
Im Startbereich treffe ich dann einige Lauffreunde, die sich den schnellen Zehner vorgenommen haben. Wir wünschen uns gegenseitig viel Spaß und schon wird runter gezählt. Zehn, neun, … ach du dammig, … schon wieder fast nur Männer, jung, lang, sicher sehr schnell, … drei, zwo, eins, Start.

Die ersten zwei Kilometer fühlen sich an, als hätte ich Blei an den Füßen. Doch das ist immer so. Ab vier wird’s besser. Und es blieb besser. Die Hügelchen machten mir diesmal nichts aus. Laufen macht Spaß. Da war er, der Freu-Modus. Und er liegt eindeutig bei 110 Prozent, wenn du als kleene Muddi den einen und anderen langbeinigen Durchstarter einkassierst.
Maria und Helge liefen ein gutes Tempo und ich hängte mich einfach an sie dran. Irgendwann hörte ich etwas von unter zwei Stunden, denn die beiden waren im Gegensatz zu mir mit Uhr unterwegs. Unter zwei Stunden, ja, das wäre komplett in Ordnung.
Am Ende wurden es eine Zeit von 01:52:08. 13 Minuten schneller als im vergangenen Jahr und als ich die Urkunde holen wollte, hieß es: „Bitte zur Siegerehrung. Dort gibt es auch die Urkunde.“ Es gab noch die Altersklassengoldmedaille und ein Geschenk mit Bombastus-Tees und Lutschbonbons. Bombastisch.

Mein erstes Treppchen. Was für ein Mutti-Tag.

10. Etappe: Ich schenke mir einen Marathon

Ehrenpokal für die Väter des Citylaufes
Die Väter des Citylaufes erhalten einen Ehrenpokal

Ü30 häuft sich der Gedanke: „Ich schenke mir einen Marathon“. Es ist unübertroffen die beste Idee, sich Respekt zu erweisen, selbigen einzufordern, eine Rechnung zu begleichen, und sei es die mit dem Schweinehund und es ist ein sehr guter Weg, dem Leben Danke zu sagen.

Jeder hat dann so seinen Termin und seinen Plan. Hat man sich einen Lauf am Wohnort ausgesucht, ist es ratsam, Etappen der Strecke schon mal zu laufen. Beim OEM von Königstein nach Dresden z.B. sind die ersten zehn Kilometer bis Wehlen recht hügelig. Diese Hügel sollte man schon mal gespürt haben, um nicht zu erschrecken. Danach bleibts flach und wird nur noch lang und länger. So ein Stückchen an der Elbe entlang zu laufen, ist auch nicht verkehrt. Der Gegenwind ist immer da und dann hat man sich auch darauf vorbereitet. Ist das Blaue Wunder passiert, beißt man am besten die Strecke in ganz kleine Häppchen, um nicht sein eigenes blaues Wunder zu erleben. Jeder angerissene Kilometer zählt. Nur noch acht, sieben, sechs, fünf, … . Fünf Kilometer sind doch ein Klacks. Da ist man ja noch nicht mal richtig warm. Für so ein paar Minuten lohnt sich ja das Umziehen nicht. Dann kommen die letzten zwei Kilometer. Fertigmachen für die Fotopose. Die B-Note muss stimmen. Und dann die letzten Meter genießen. Am liebsten in Zeitlupe. Sie sind so schnell vorbei. Alles ist super. Du hast das Lächeln ins Gesicht getackert. Von Ohr zu Ohr grinst es sich ins Stadion, links und rechts bei den Zuschauern bedanken und eine weiche Stadionrunde genießen.

Zeit, Medaille, Verbeugen, Fertig. Neuer Plan.

Beim OEM könnte es zwischenzeitlich für mancheinen Geschmack zu viel Landschaft und zu wenig Mugge sein. Um so wirkungsvoller ist die Stimmung an den Verpflegungsstationen. Ich liebe Live-Musik an der Strecke. Zur Not tuts auch ein lautes Radio. Selbst verkabelt möchte ich allerdings  nicht sein. Stöpsel im Ohr geht gar nicht. Zu viel Gegend allerdings auch nicht.

Anna und Lisa Hahner haben für ihre Läufe Playlisten im Kopf. Nur im Kopf und nicht als Knopf im Ohr. Damit teilen sie sich die Strecke ein. Das haben sie in der Schauburg während ihres Motivationsvortrages verraten. Doch als eine von beiden im gut besuchten Sergio Leone Saal meinte, „so ein Marathon dauert zweieinhalb Stunden“, wurde es erst still und dann kam ein tiefes hohoho aus allen Reihen….“oder eben länger“, hieß es dann. „Ihr bringt mich ja total raus….“

liegestütz playlist rad

Lange Läufe im Training bereiten Dich auf Deinen Marathon vor. Lang meint 30 Kilometer. Vergiss auch nicht, Deinen Rumpf im Ganzen zu trainieren. Liegestütze machen Spaß, wenns eine nussige Belohnung gibt, so wie bei den HahnerTwins. Sie essen viele Nüsse. Je härter die Schale, umso gesünder der Kern.

Aufstehen, 40 Liegestütze, Zähneputzen, Duschen und kalt Duschen. Das passt in jeden Tag hinein. Und Dein Körper dankt es Dir mit Durchhalten und gesund bleiben.

Wenn es möglich ist, so wie oben erwähnt, schon mal ein Stück der Strecke zu laufen, wirst Du Dich beim Marathon daran erinnern, dass Du an diesem Kilometer noch ganz frisch warst. Und schon fällt es leichter. Verars… kann ich mich alleine. Ja, gerne. Solche kleinen Tricks setzten Erinnerungspunkte, die Dir dann auf der langen Strecke extra-Energie schenken. Lenk Dich ab unterwegs. Spiel irgend etwas. Jeder Gullideckel verleiht Schwung, jeder Pflasterstein nimmt Krämpfe weg. Fantasie ist gefragt, die lockere Beine verschafft.

In vier Wochen gehts los beim OEM. Der Löwenanteil des Trainings ist geschafft. Jetzt kommt der Spaß. Mit jeder Woche mehr und wenn der Startschuss fällt, schluckste den Kloß im Hals runter und auf gehts.

 

9. Etappe: Wie auf der Alm

Genau. Ein Gebimmel, wie auf der Alm. Und in diesem Fall ist es richtig, von glücklichen Kühen zu sprechen. Ob Männlein oder Weiblein, wer seine Schneeglöckchenmedaille um den Hals gehängt bekam, grinste und bimmelte.

rosa und hellblaue Glocken grüne Glockengroße Glocken  gelb

Das Wetter hielt sich besser als prognostiziert. Es war kalt, aber freundlich. Am Start die obligatorischen Frotzeleien zwischen Brandenburgern und Sachsen. Doch das liegt ja nahe, weil die Ländergrenze durch das Örtchen Ortrand führt und diese Witze Tradition haben.

Für mich gabs die überraschende Vorfreude auf den Einlauf. Frankfurt lässt grüßen. Das Ziel liegt zwar nicht in der Messehalle, jedoch in der Pulsnitzhalle. Wimpelkette, Teppich und Endspurt auf die Zeitanzeige.

Wenn die 10er, 15er und 30er gemeinsam starten, wirds lebendig im stillen Örtchen. Wenn einer nach dem anderen in seine Strecke abbiegt, kommt schneeglöckchenlaufSchritt für Schritt die Trainings-Wahrheit ans Licht. Und es wird leise. Sehr leise. Zu leise. So viel Gegend und nur ein Spielmannszug. Der ist jedoch strategisch günstig in der Schleife postiert. Hier kommen wir zweimal vorbei. Vier Kilometer vor dem Ziel, ich traue meinen Ohren kaum, fette Mugge am Verpflegungspunkt. Das gibt Schwung.

Und dann ist es auch gleich soweit. Eisenbahnbrücke, Stadionrunde, Teppich und Zeitanzeige. Wie, ist das meine, frage ich ungläubig die Ordner? Naja, wenn´s da steht? Sie hat meine Frage gar nicht verstanden. 02:50:29. 2014 wäre ich mit 2:53 auf den zweiten Platz in der Altersklasse gekommen. W50. Der alte W50. Die alten W50 machen künftig heftig Dampf. Mit dieser Zeit wurde ich siebente in der Altersklasse und hab noch im Traum gegrinst und gebimmelt.

Alle Ergebnisse auf der Seite des Veranstalters


Mehr Fotos bei der Laufszene Sachsen.

Ideen für den nächsten Lauf

1. Wie wäre es, wenn Schneeglöckchen einen Teil des Weges säumten? In Köln gibt es eine extra Schneeglöckchenmesse mit sehr interessanten Sorten. Ob sich denn dort nicht ein Gärtner findet, der mit seinen Pflanzen die Veranstaltung unterstützen möchte, weil ihm der Laufsport auch am Herzen liegt?

2. Andere Gärtner könnten Schneeglöcken verkaufen.

3. Schneeglöckeneis. Kokos, Pistazie könnte eine gute Farbmischung ergeben.

4. Schneeglöckchengebäck. Liebe Bäcker, auf gehts. Das ist doch eine prima Praktikantenaufgabe. Zur nächsten Azubiprüfung treten die Besten gegeneinander an. Das nützt dem Handwerk und den Zuschauern.

5. Für die Läufer wäre es super, wenn es mehr Musik an der Strecke gäbe. Dafür genügt es, die Initiative des Verpflegungsstandes bei KM 26 aufzunehmen. Radio+Verstärker=gute Stimmung und Motivationsschub. Eine solche Installation bei jedem Ordner aufgestellt, bringt 1000 Prozent mehr Schwung. Auch das könnte ein Radioladen ohne großen Aufwand unterstützen.

6. SchneeglöckenPizza: Mozzarella, Lauch, Schmand, Zucchini als Belag, Kräuterstreuseltopping