16. Etappe: Schokigenuss auch bei 30 Grad

Schokolade ist das wahrscheinlich gesündeste Lebensmittel der Welt. Das zumindest behauptet Dr. Feil und er hat auch Studien gefunden, die beweisen, dass bereits 6,3 Gramm dieser Köstlichkeit den Blutdruck senken können, das Wohlbefinden steigern werden und mit jedem Biss ein Verliebtheitsgefühl gezaubert wird. Hör auf Deinen Bauch.

Deshalb hier, brühwarm, sein Rezept für Gewürzkakao „Eine Tasse Milch erhitzen. 4 gehäufte TL Kakaopulver sowie 2 TL Honig einrühren. Je nach Geschmack mit Gewürzen und Antioxidantien verfeinern – schon fertig. Zimt, Ingwer, Kurkuma, Pfeffer, Chili passen otpimal zu einer heißen Schokolade und sollten großzügig verwendet werden.“
Super, oder? Für kalte Wintertage auch genau das richtige. Doch was nützt ein neu entdecktes Superfood für Oktober bis April? Wenn ab Mai die Sonne das tut, wofür sie geboren wurde, macht Schokoladeessen keinen Spaß mehr. Hände verschmiert, weiße Hose gebräunt, Teilen geht gar nicht und Einteilen erst recht nicht.

Wie wird Schokoladeessen auch bei 30 Grad im Schatten zum Genuß?

Für Ausdauersportler: Die Lösung steht am Wegesrand

Kühlschrank am WegesrandGerade bei langen Läufen ist ein Energieschub hilfreich. Auch die Radler nutzen Riegel und Gels. In Friesland, wo am Pfingstmontag die legendäre Radtour durch elf Städte über 240 Kilometer führt, hab ich am Wegesrand diesen Kühlschrank entdeckt. Hier gibts Ziegenkäse, Eier und Marmelade. Warum nicht auch Schokolade? Die Kasse des Vertrauens hängt in der Ecke und Sportler sind ehrliche Leute. Diese Idee wäre an jeden Radweg exportierbar. Kühltasche

Die Shopper unter uns kennen die Kühltaschen aller Art. Doch so ein Riegelchen wirkt alleine recht verloren in den Untiefen dieser Tasche.

Die Australier packen alle Dosengetränke in Isolierbecher.

Gibts schon Dosenschoki? Becher

 

Akku

Kühlakkus stehen auch in keinem Verhältnis zur Köstlichkeit.

 

Ein Leben ohne Schoki ist möglich, aber sinnlos.

Wie wäre es, wenn die Flexibilität der Kühltasche mit der Kühle der Akkus kombiniert wird und eine Funktion wie bei der Dose entstünde?

Die Kühlmanschette für die Schokoladentafel. Wie eine Handytasche, nur mit ganz realem Inhalt.

So eine Schokikühlung kann jeder individuell und selbst gestalten. Fotos applizieren, mit Permanentschreibern Sprüche und Grüße notieren, sich selbst motivieren oder Freunde beschenken.

Das wird Spaß machen.

15. Etappe: Mein erstes Mal

Wie immer am Wettkampftag fällt das Aufstehen leichter als sonst. Der Wecker hub gerade an, etwas sagen wollen, schon springe ich auf. Der Lauf in den Frühling soll es werden. Und diesmal möchte ich nicht die Letzte sein.

Vor genau einem Jahr bin ich eine Stunde lang als Allerletzte vor dem Besenfahrrad daher gelaufen. Hab mich bei jedem Streckenposten extra bedankt und quasi damit entschuldigt, dass das Mittagessen kalt wurde. Die wollten alle längst zuhause sein, glaub ich. Im Zielbereich wurde schon gepackt. Allerdings war auch nirgends in den Ausschreibungsunterlagen zu lesen, dass es eine Mindestzielzeit gibt. Am Ende waren es zwei Stunden und fünf Minuten. Mit einer solchen Halbmarathonzeit kommen viele rein. Doch in Freital sind die meisten Starter Mitglied in einem Sportclub und also schneller unterwegs als reine Hobbysportler.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, auch beim Laufen.
Die Enttäuschungstränen waren am Mutti-Tag-Morgen also wieder präsent. Nicht Letzte werden, war die Parole. Ich wollte die Revanche am Rabenauer Grund. Die Weißeritz ist mein Zeuge.
Das Nachmeldungsprocedere war auf jeden Fall schon mal professioneller. Jeder bekam eine ordentliche Startnummer und kein handgeschriebenes Wurstblatt. Super. Das stimmt schon mal. Doch wie komme ich jetzt vom Toi-Modus in den Freu-Modus? Zum x-ten Mal verschwinde ich im dunklen Gang mit dem Lokomotivwandgemälde des Einkaufszentrums.
Im Startbereich treffe ich dann einige Lauffreunde, die sich den schnellen Zehner vorgenommen haben. Wir wünschen uns gegenseitig viel Spaß und schon wird runter gezählt. Zehn, neun, … ach du dammig, … schon wieder fast nur Männer, jung, lang, sicher sehr schnell, … drei, zwo, eins, Start.

Die ersten zwei Kilometer fühlen sich an, als hätte ich Blei an den Füßen. Doch das ist immer so. Ab vier wird’s besser. Und es blieb besser. Die Hügelchen machten mir diesmal nichts aus. Laufen macht Spaß. Da war er, der Freu-Modus. Und er liegt eindeutig bei 110 Prozent, wenn du als kleene Muddi den einen und anderen langbeinigen Durchstarter einkassierst.
Maria und Helge liefen ein gutes Tempo und ich hängte mich einfach an sie dran. Irgendwann hörte ich etwas von unter zwei Stunden, denn die beiden waren im Gegensatz zu mir mit Uhr unterwegs. Unter zwei Stunden, ja, das wäre komplett in Ordnung.
Am Ende wurden es eine Zeit von 01:52:08. 13 Minuten schneller als im vergangenen Jahr und als ich die Urkunde holen wollte, hieß es: „Bitte zur Siegerehrung. Dort gibt es auch die Urkunde.“ Es gab noch die Altersklassengoldmedaille und ein Geschenk mit Bombastus-Tees und Lutschbonbons. Bombastisch.

Mein erstes Treppchen. Was für ein Mutti-Tag.

14. Etappe: Weil der Name Programm ist

In einer Welt, wo Himml für Bestattungen zuständig ist Unternehmen in Bayreuth

und Säuberlich die Badinstallation übernimmt, säuberlich

müsste der Weg nach Seeligstadt eben sein.

seeligstadt

Eben nicht. Seeligstadt.

Freudendorf hätte auch gereicht, fürs erste jedenfalls. Jeder fällt.

Früher oder später über das, was er auf dem Weg nach Seeligstadt entsorgt hat. Nicht alles, worüber wir stolpern, sind Findlinge. Viel öfter sind es Hingelegte.

Seeligstadt, so wie man es spricht, wie Glückstadt. Glückstadt kommt aus dem Dänischen von Lykstad. Und Dänen lügen nicht.